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Die drei beim SWAN Day Berlin 2010 präsentierten Werke waren:




fragile
von und mit Eva Baumann

Choreografie, Tanz, Installation: Eva Baumann
Künstlerische Beratung: Doris Schopf
Choreografische Assistenz: Cristina Planas Leitao
Fotografie: Caroline Grijsen

"fragile" ist ein Tanzsolo in einer Installation über Fragilität und Grenzen. Fragilität ist Teil der menschlichen Identität und in meiner Identität als Tänzerin fragte ich mich, was mich als solche verletzlich macht oder brüchig erscheinen lässt. Grenzen – wahrhaftige, aber auch mentale – sind Teil unseres Zusammenlebens. Aber auch individuell bestimmt jede/r ihre/seine eigenen Grenzen. Das kann einem Sicherheit geben, aber auch von der Umwelt ausschließen. Die Installation fungiert als Metapher, sie steht sowohl für die sicht- als auch für die unsichtbaren Grenzen. Gleich einem Spinnennetz, in dem die Tänzerin sowohl Spinne als auch Beute ist. Als Choreografin beschäftigen mich menschliche Mechanismen und ich suche nach einer körperlichen Übersetzung, die im Zuschauer etwas bewegt – sei dies eine Assoziation oder eine Emotion. Das ist meine Motivation zu kreieren, und obwohl ich keine Antworten geben kann auf diese komplexen Fragen, möchte ich das Bewusstsein dafür beim Publikum vergrößern.

"fragile" wurde gefördert von der Kunststiftung Baden-Württemberg, den summerstudios von Rosas/PARTS in Brüssel, Dansateliers Rotterdam sowie dem Korzo Theater Den Haag.





Broken: Part I
von und mit Shannon Sullivan/
Performance Lab Berlin

Choreografie, Text, Performance: Shannon Sullivan
Dramaturgie: Joey Juschka

Ich bin am Vorgang des physischen Zerbrechens interessiert – an der Explosivität, an dem Geräusch – aber auch an dem Zerbrechen in einem größeren Kontext: Begrenzungen, Erwartungen, Hindernisse. Das Zerbrechen wird oft als negativ und zerstörerisch empfunden, aber es kann auch eine Verwandlung sein – ein Wegbrechen von Illusionen, von Hüllen und Panzern, etwas tritt hervor, wird sichtbar, wird freigelassen. In "Broken: Part I" untersuche ich die transformative Kraft des Zerbrechens, den Bruch, durch den man zur Essenz findet. Die Texte im Stück nutzen jeder einen physisch "zerbrochenen" Körperteil als Sprungbrett, wovon ausgehend ich mich der größeren Bedeutung dieses "broken part", dieser kaputten Struktur zuwende. In Knochen, Gelenken, Muskeln entscheidet Form über Funktion und Funktion über Form. Was passiert also mit der Funktion eines Systems – ob körperlich oder gesellschaftlich –, wenn dessen Form zerbrochen, kaputt ist? Ich prüfe die Möglichkeit zur Umgestaltung, spiele mit dem Zusammenfügen und Auseinandernehmen des nur Sicht- und nur Hörbaren, stelle die geschriebene und die visuelle Metapher einander gegenüber.








The Bacchae
von und mit Anna Melnikova



"Weh, wehe! Wenn ihr eurer Handlung je bewusst
Euch werdet, welch ein gräßlich Leiden! Und verharrt
Ihr ewig so in diesem Zustand, seid ihr zwar
Nicht glücklich, aber euer Elend fühlt ihr nicht!"
- aus "Die Bakchen" von Euripides

Frau. Goldenes Kleid. Weintrauben. Bestürzung.
Agaue, die Mutter von Thebens Herrscher Pentheus, wird vom Gott des Weines Dionysos in Wahn versetzt. Im Rausch glaubt sie, einen Löwen zu jagen, dabei zerstückelt sie mit bloßen Händen ihren eigenen Sohn. Stolz präsentiert sie das abgerissene Haupt im Palast ihres Vaters Kadmos. Die Ernüchterung kommt zu spät...
Anna Melnikovas Interpretation der 5. Szene aus der griechischen Tragödie "Die Bakchen" zeigt Sympathie zu überwältigenden Emotionen und Empathie mit überwältigten Menschen.




Das komplette Programm des SWAN Day Berlin 2010 können Sie sich -> hier als PDF-Dokument herunterladen.







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