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Die beim SWAN Day Berlin 2009 präsentierten Werke in alphabetischer Reihenfolge:



Ein Platz an der Sonne (Sarah Arriagada)

"Ich bin an der kontroversen Diskussion um den Schlossneubau in Berlin interessiert. Die Gründe, weshalb ein Bau, der längst abgerissen wurde, neu aufgebaut werden soll, sind meiner Meinung nach fraglich. Mein Film soll die aktuelle deutsche Identitätssuche in 'vergangenen (vermeintlichen) Glanz-Epochen' in Frage stellen und erörtern, ob der ewigen Sehnsucht nach 'dem Platz an der Sonne' nicht auch anders nachgegangen werden kann."




Gastspiel (Ingerid E. Ljosland)

Die Installation "Gastspiel" ist eine bildnerische Entsprechung für Eldrid Lundens Gedicht "Das umgekehrt Abhängige". Sie besteht aus vier Elementen (drei Collagen und eine Stahlskulptur) als Metapher für einfache psychologische Befindlichkeiten: Fliegender (im 7. Himmel sein), Stürzender (Abfall aus dem 7. Himmel), Kniender (innere Einkehr), Betrachter (passive Wahrnehmung).




Granny (Özlem Sulak)

Für die türkische Künstlerin Özlem Sulak sind "Identität" und "Migration" nicht Diskursbegriffe, sonder ein wichtiger Teil der eigenen Biografie und Familiengeschichte. In "Granny" kommen ihre Großmutter und ihre Großtante zu Wort, die von der Migration der Familie aus Sarajewo ins ländliche Anatolien Ende der 1930er erzählen. Auf dem Sofa im Wohnzimmer sitzend, wettern die beiden alten Damen rückblickend über ihr Leben in der Türkei.




Heritage (Maria Norefors)

Nachtgewänder vom Anfang des Jahrhunderts hängen in einem kleinen dunklen Raum. Die Gewänder sind ausgeschmückt und bestickt mit Bäuchen, die aus Latex hergestellt wurden. Die Nachtgewänder leuchten von innen her. "Heritage" repräsentiert das weibliche Erbe, das uns vermacht wird von unseren Müttern, Großmüttern und Urgroßmüttern.




Il Futuro È Rosa (Rosa Futuro)

"'Il Futuro È Rosa' ist ein ironisches Selbstportrait, in dem ich mich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des 'Celebrity'-Kults auseinander setze. Ich verwende dazu Fotomontagen und erzähle von meiner Suche nach dem schnellen Erfolg und meinem (fiktiven) Aufstieg zum internationalen Star."




Intensivstation (Elena Ilina)

Die Fotokopie des bekannten Fotobildes eines jungen Mädchens von Julia Cameron wird hinter einer Glasscheibe gelegt und darauf ein Wasserstrahl gerichtet. Eine Videoinstallation um die Darstellung der Erfahrung von Gewalt.




Maybe One Day (Isidora Ilić)

Die Geschichte eines Tages, vielleicht des letzten Tages, im Leben der Frau. Preis für Beste Schauspielerische Leistung beim 19. Internationalen Filmfestival OSFAF, Skopje, Mazedonien, Oktober 2006.




Moskau (Antonia Isabelle Weisz)

"Ich war lange Zeit nicht von der Idee abzubringen, ich müsste das große Muster 'Leben' begreifen und wäre erst dann befähigt, selber etwas zu schaffen. Ich musste lernen zu scheitern. Bis ich es verstanden habe. Es geht immer darum: ausprobieren, hinfallen, wieder aufstehen. Anders gesagt: ich improvisiere. Ich wachse."




Queens of Iron (Latifa Sayadi)

"Nachdem ich so genervt war, dass ich immer wieder gefragt wurde, ob es nicht außergewöhnlich wäre, als Schmiedin und Bildhauerin zu arbeiten als Frau, entschied ich mich, den Dokumentarfilm 'Queens of Iron' zu drehen. Ja, es gibt eben auch andere Frauen, die in diesen Berufsfeldern arbeiten. Dies ist der erste Dokumentarfilm über Schmiedinnen weltweit, soweit ich weiß. Der Film sollte ein generationsübergreifendes Portrait von Schmiedinnen in Europa werden. Wichtig war mir, die Vielfältigkeit der Arbeiten zu dokumentieren und die Frauen auch zu dem Thema als Frau im 'Männerberuf' zu Wort kommen zu lassen."




QUIO: Rising Tide (Christine Lang)

QUIO und ihre Gang, die QUEENZ, feiern eine coole Party nach ihren eigenen Vorstellungen. Im "QLUB" stehen die Girls an den Decks und die Boys sind ihre Toys. Wenn es nur nicht die gegnerische Girlgang, die KINGZ, gäbe, die ihnen die Party streitig machen will! Zum Glück aber verfügt QUIO über Voodoo-Fähigkeiten, sie kann nämlich die Zeit anhalten, die Gegner in ein Foto einfrieren und diese dann von dort aus einfach ausschneiden. Das narrative Musikvideo operiert mit Selbstermächtigungsstrategien: es zeigt umgedrehte Geschlechterverhältnisse als Selbstverständlichkeit, um sich der klassischen Erzählung eines Battle zuzuwenden. Nur dass hier die traditionellen Waffen von HipHop-untypischer Bastelarbeit besiegt werden...




Shut Up and Speak

Shut Up and Speak ist eine neue Spoken Word Performance Reihe für Frauen und Trans* in Berlin. Spoken Word ist eine sehr direkte und intime Form, in der selbstgeschriebene Texte von der AutorIn performativ für das Publikum vorgetragen werden. Spoken Word stammt aus den Hip Hop- und Beatnik- Bewegungen der USA und gewinnt auch in Europa an Popularität. Die Performances finden in deutscher und englischer Sprache statt; anschließend gibt es ein Open Mike.




Snake Song (Heini Nukari)

"Snake Song" ist ein performatives Musik-Solo für Stimme und Koomori, ein selbst entworfenes perkussives Saiteninstrument. Das Solo ist inspiriert von schamanistischer Percussion und Schlangen; es erkundet die Verbindung zwischen Performance und Schamanismus. "Snake Song" ist ein Auszug eines längeren Stückes, "Serpentine".




The Journey with Humberto (Karina Kiczek)

"The journey with Humberto" is a combination of photos and videos from different places. The earliest date from 2000, when I met Humberto and my journey started, sometimes close to him, sometimes far away from him, a journey across Southern Italy and Ecuador. A journey on the boarder of cultures, of understanding through feelings, sometimes misunderstanding. This project is mixed reality with fragments and scenes of life, faces and places, with flash backs of memories and hidden thoughts.




Transformation (Joanna Surowiec)

"'Transformation' beschreibt eine persönliche Gemütslage. Zur Entstehungszeit suchte ich die Ruhe in mir und fand diese vor allem in der Natur und ihren Szenen des gänzlichen Friedens – die Natur mit seiner stillen Ruhe an einem kalten Wintermorgen, die Veränderung von einer inneren Zerrissenheit, hin zu einer Verfremdung des Körpers, der Umgebung und des eigenen Selbst."




Unravel (Inbal Yomtovian)

Mit dem Geräusch von Bluma Abrahmovichs Stimme im Ohr – eine Überlebende des Holocaust, eine religiöse Frau, eine Kindergartenerzieherin, meine Großmutter – arbeite ich minutiös daran, eine Orange aufzutrennen. Die Schale ist leer, durch einen goldenen Faden zusammengenäht. Durch die Konzentration auf diesen sich wiederholenden Vorgang des Auftrennens enthüllt sich die Welt einer Frau. Sie repräsentiert eine Generation, deren Leben im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, die gezwungen wurde, weiterzumachen und sich durch das alltägliche Leben zu bewegen, trotz ihrer Erinnerungen und spirituellen Leere.




Untitled (Nancy Buchanan)

Dies ist der erste Teil eines Projektes, der den Begriff "Freiheit", wie ihn kurdische Frauen sehen und verstehen, angeht. Während meiner Reise mit der Gruppe Artrole nach Nordirak interviewte ich eine Reihe von Frauen (...) Es gibt immer noch anonym begrabene Körper von Frauen, von keinem beansprucht (...) Die Performerin Anne Bean kreierte eine Trauer-Performance für diese Frauen, in der Blumen von traditionellen Kleidern ausgeschnitten werden bis die Kleider leicht genug sind, dass die an sie angebrachten Ballons sie forttragen.









Zeugnis ablegen
(Uta Pongratz/ Krebs Wirft Licht)

Krebs ist immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Viele von uns sind im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis berührt worden. Eine Krebserfahrung gehört zum Leben vieler. Was macht die direkte oder indirekte Erfahrung der Endlichkeit des Lebens mit mir? Wie gehe ich damit um? Wie geht unsere Gesellschaft im Alltäglichen, im Zwischenmenschlichen damit um? Was macht mir so eine Angst? Was lässt mich lieber wegschauen? Was schockiert mich? Was leugne ich lieber? Was möchte geheilt werden?







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